Die Stadt ist sehr vielseitig: Einerseits mutet sie sehr europaeisch an mit ihren Prachtboulevards, Hochhaeusern und Monumenten. Ausserdem sind die allermeisten Einwohner hier - anders als etwa in Mexiko - "weiss", weil sie in direkter Linie von europaeischen Einwanderern abstammen und es hier unten wenig indigene Bevoelkerung gab/gibt. Andererseits aber hat auch Buenos Aires seine typisch lateinamerikanischen Features, etwa die Armen, die abends die Muellsaecke an der Strasse aufreissen, um nach Essbarem und Wertstoffen zu suchen.
Insgesamt aber ist Buenos Aires auf jeden Fall eine Reise wert. Die Stadt zeichnet sich zwar nicht gerade fuer ihre Sehenswuerdigen im klassisch touristischen Sinne aus, wohl aber dafuer, dass ich im wahrsten Sinne rund um die Uhr was los ist. Besonders in dem Arbeiter- und Kuenstlerviertel San Telmo, in dem ich wohne.
Hier ein paar Eindruecke:
Strassenband in San Telmo

Man sagt den Argentiniern ja bisweilen einen Hang zur Melancholie nach. Ihr Faible fuers Morbide wird jedenfalls im Stadtfriedhof von Recoleta deutlich, dessen Gruften den Wiener Zentralfriedhof in Sachen Kitsch und Pomp schlicht alt aussehen lassen.

Hafenviertel Puerto Madero (koennte auch in irgendeiner beliebigen nordamerikanischen Stadt sein)

Einwanderer und Touri-Neppviertel La Boca

Das beste an Argentinien sind aber ohne Zweifel die Rindersteaks, dazu ein kuehles Bier aus der Literflasche. Besser gehts nicht.

Morgen gehts im Bus weiter nach Iguazú. Bis demnaechst!
Yoyo BNR (was ein Kürzel aber auch),
AntwortenLöschenWeißt Du was stinkt? Ich gebe Dir einen Tip: Es ist ca. 14 m2 groß. Aber das nur als Spässchen am Rande. Ev sagt, man sage (der Konjunktiv ist mit Bedacht gewählt), aus Argentinien kämen die schönsten Frauen der Welt. Empirische Erfahrungswerte mal außen vorgelassen dachte ich immer, das sage man von Venezuela. Was sagst Du? Grüße HvH