Freitag, 6. März 2009

Puerto Iguazú

Vergangenen Dienstag sind meine temporaere Reisebegleitung Tracy und ich nach 18-stuendiger Busfahrt am noerdlichsten Ende Argentiniens, in Puerto Iguazú, angekommen. Die Fahrtdauer hoert sich grausamer an, als sie tatsaechlich war, denn die Busse sind hier extrem konfortabel und mit allen Schickschnacks ausgestattet, u.a. Liegesitz und Am-Platz-Service (im Ggs. zur Deutschen Bahn sogar im Fahrpreis inbegriffen).

Die Hauptattraktion hier in Puerto Iguazú sind natuerlich die gleichnamigen Wasserfaelle, die tatsaechlich unbeschreiblich imposant und schoen sind.









Nachdem ich den darauffolgenden Tag mit Sonnenstich mattgesetzt war (hier herrschen tropische Temperaturen), haben wir am dritten Tag in Iguazú eine kleine Abenteuertour in den Dschungel unternommen.







Als Belohnung fuer die Strapazen wartete am Ende eine gemaechliche Bootstour ueber die Fluesse Iguazú und Paraná auf uns, die genau hier die Laender Argentinien, Brasilien und Paraguay voneinander trennen.







Ueber meinen (ex-)Celler Freund Roman, dessen Familie hier lokale Kontakte hat, bekam ich gluecklicherweise noch ein wenig vom Leben ausserhalb der zonas turisticas mit: Der Eine-Welt-Laden Celle sammelt naemlich Spenden fuer die vielfach mangelhafte Austattung der Schulen hier vor Ort.

Die alte Schule platzt hier aus allen Naehten, nicht zuletzt aufgrund der Sproesslinge der vielen (meist illegalen) Armutsmigranten aus Paraguay und auch aus dem statistisch reicheren Brasilien, wie mir Lucas, der Sohn der Schuldirektorin, erzaehlte. Die Schueler von der ersten bis zur siebten Klasse muessen derzeit in 3 Durchgaengen taeglich unterrichtet werden, weil der Platz nicht ausreicht. Die Spendengelder aus Deutschland fliessen hauptsaechlich in Buecher und dringend benoetigte Moebel. Ausserdem konnte das Schulorchester mit Instrumenten ausgestattet werden.








Derzeit wird eine neue Schule gegenueber gebaut, die in etwa einem Jahr bezugsfertig ist.






Lucas hat mich dann noch ein wenig herumgefahren und mir die einfacheren Gegenden Puerto Iguazús, eine der am schnellsten wachsenden Staedte im Bundesstaat Misiones, gezeigt. Insgesamt ist die Stadt angenehm "relaxed" und die Einheimischen sehr freundlich. Natuerlich sind aber auch hier die Unterschiede zwischen arm und reich kaum zu uebersehen (wenn man hinschaut).





Bis bald!

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